"Ich erlebe die Geschichte, während ich sie schreibe." - Ein Interview mit der Buchlilie

Stelle dich den Lesern vor, indem du wie Charakter Ira O’Mally sprichst.

 

Bei meinem ausgeprusteten Kaffee, du willst das wirklich, eh? Na, meinetwegen. Dann verrate ich mal, was dieser kurzgeratene Körper hier für einer ist. Gerufen werde ich Tanja, und das seit mittlerweile gut 36 Jahren. Meine Windel- und Halbstarkenzeit hab ich in Hattingen verbracht. Wobei „halbstark“ eher das falsche Wort ist. Ich war eigentlich ’n verdammt friedlicher Zwerg. Heute bin ich immer noch ein kleiner Furz, bloß nicht mehr ganz so friedlich. Wenn’s einer wirklich drauf anlegt, dann kriegt er meine Zornesader auch zu sehen. Normalerweise bin ich aber ganz handzahm.

 

Hm, was noch ... Meine Geldkatze füll ich mir als tastaturquälende Rechtsanwaltsfachangestellte, und wenn ich das gerade mal nicht mache, dann spinn ich mir Geschichten zurecht. Ich bin erklärter Anhänger des Schokoholismus. Wer mich vor dem ersten Kaffee nervt, dem spring ich mit dem nackten A.... voran ins Gesicht. Jedenfalls im Geiste, ’n bisschen beherrschen kann ich mich ja. Sitze ich vor der Spielkonsole, fluche ich das Ding mit Vorliebe in Grund und Boden, wobei die beklopptesten Schimpfwörter entstehen (der Großteil davon ist allerdings nicht besonders jugendfrei). Dann hab ich hier noch ’n Mann und ’n verrückten Hund rumlaufen, den ich über Bochums Wiesen scheuche. Also, den Hund, nicht den Mann. Nur, dass das klar ist, eh?


Ach ja, seit letztem Sommer darf ich mich Bogenschützin schimpfen. Zum Scáth jagen reicht das Talent zwar noch lange nicht aus (geht man nach Iras bescheidener Meinung, wird das sowieso nie was), aber es macht echt verdammt viel Spaß. Ansonsten steck ich meine Nase in Bücher, treib mich im Kino rum oder renn mit dem Fotoapparat durch die Gegend.


Hahaha, DAS nenne ich mal eine Bekanntmachung der besonderen Art! Da merke ich gleich, weshalb ich Ira im letzten Sonnenfunken so gern gewonnen habe. Auf den Mund gefallen ist er jedenfalls nicht. Da du gerade die Scáth erwähnt hast: Diese Schattenwesen sorgen in deiner Geschichte ja für Angst und Schrecken. Was entspricht in unserer Welt denn am Ehesten deinem persönlichen Scáth? Offensichtlich ja nicht die Schokolade.

 

Das freut mich zu hören. Ira und seine große Klappe zum Leben zu erwecken, hat mit den meisten Spaß gemacht!


Hi, hi, Schokolade ist für mich tatsächlich kein Grund zum Fürchten. Ganz im Gegenteil. Obwohl andersrum wahrscheinlich besser wäre. Na, egal … Nein, mein persönlicher Scáth ist groß, grau und hart. Bevor jetzt jemand auf komische Gedanken kommt: Ich rede von der Autobahn. Ich finde es furchtbar, darauf zu fahren. Als Beifahrer geht es noch. Muss ich aber selbst fahren, ist der Rest des Tages für mich gelaufen. Höhe mag ich auch nicht besonders. Ich bekomm schon auf einem Mini-Riesenrad das Bedürfnis, mein Testament zu verfassen.


Dagegen bist du ja beim Schreiben völlig in deinem Element – zur Freude deiner begeisterten Leser, zu denen ich mich definitiv dazuzähle! Auf deiner Autorenhomepage gibst du auch an, aus Leidenschaft für Abenteuer und fremde Welten zu schreiben. Wie gehst du ein neues Projekt denn für gewöhnlich an? Bist du eher der spontane Schreiber oder sorgfältige Plotter?

Ähm ... wo ist die Papiertüte, damit ich meinen vor Verlegenheit rot gewordenen Kopf verstecken kann?


Bei mir beginnt jedes neue Projekt mit einer ganz groben Idee, zu der ich mir erstmal Notizen mache. Während dieser Phase entsteht schon ein winziger Teil der Geschichte, den ich dann mehrfach über den Haufen werfe. Bin ich soweit zufrieden, schreibe ich die ersten Seiten per Hand. Dabei bekomme ich ein besseres Gefühl dafür, ob die Sache funktioniert. Erst danach schreibe ich am Computer weiter.


Ich finde es faszinierend, dass andere Autoren ihr komplettes Buch planen und dann locker drauflos schreiben können. Bei mir klappt das überhaupt nicht. Ich erlebe die Geschichte, während ich sie schreibe. Klar, es gibt ein paar Dinge, die ich vorher schon weiß. Ein ungefähres Ziel habe ich ebenfalls, wenn ich anfange. Aber auch das kann sich im Verlauf der Ereignisse verändern. Manchmal bin ich selbst überrascht, was da gerade passiert. Vor allem, wenn meine Charaktere sich selbständig machen und meine Vorschläge eiskalt ignorieren. Da die Schlingel mich damit allerdings noch nie enttäuscht haben, lass ich ihnen das gerne durchgehen.


Oh, ich glaube nicht, dass dir das peinlich sein muss! Ich denke, jeder hat seine eigene Arbeitsweise und die Hauptsache ist doch, dass sie für dich funktioniert und am Ende eine schlüssige, unterhaltungsvolle Geschichte entsteht. Hast du dich eigentlich deshalb auch dazu entschieden, im Selfpublishing zu veröffentlichen? Weil du so freier arbeiten kannst?


Da hast du natürlich vollkommen recht. Das Ergebnis ist wichtiger als der Weg dorthin.

 

Um ganz ehrlich zu sein: Zu Anfang bin ich eher ins Selfpublishing „gezwungen“ worden, denn mein erstes Buch fand bei Verlagen keine Begeisterung. Da saß ich also mit einer fertigen Geschichte, die darum bettelte, die weite Welt sehen zu dürfen, und schließlich fiel der Entschluss, es auf eigene Faust zu versuchen. Dabei merkte ich, dass mir das ganze Drumherum genauso viel Spaß macht wie das Schreiben selbst. Ich mag es, die Fäden in der Hand zu haben und ohne Deadlines zu arbeiten. Gerade deshalb, weil es bei meiner Art zu schreiben durchaus mal vorkommen kann, dass ich wochenlang feststecke, bis mir eine Eingebung weiterhilft. Stünde da jemand mit dem Terminkalender hinter mir,  würde es das wahrscheinlich nicht besser machen.

 

Kurz gesagt: Ich habe das Selfpublishing trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten lieben gelernt. Sollte ich jedoch eines fernen Tages tatsächlich mal das Glück haben, dass ein Verlag an meine Tür klopft, sag ich aber bestimmt nicht Nein.


Verstehe, du wurdest also mit einem Problem konfrontiert, das viele, noch unentdeckte Autoren in der Buchbranche haben.

 

Es in einen Verlag zu schaffen, ist für Neulinge echt nicht einfach. Ich kann aber auch die Situation der Verlage verstehen. Die müssen ja zusehen, dass sie ihre Bücher zum Leser bekommen, und da dann aus tausenden von Einsendungen die passenden Manuskripte auszuwählen, ist bestimmt genauso schwierig. Deswegen bin ich froh, dass es das Selfpublishing gibt. So bekommt jeder seine Chance. Und nicht zu vergessen, darf ich mich darüber freuen, seit letztem Jahr mit einer Kurzgeschichte in den U-Files vom Talawah Verlag vertreten zu sein.

Dafür, muss ich auch anmerken, scheinst du aus der Not mittlerweile eine Tugend gemacht zu haben und deine Passion kreativ auszuleben! Auch die Cover deiner Romane sind in meinen Augen wirklich gelungen! Gestaltest du die selbst?


Oh, vielen Dank für das Lob. Die Cover für die Orcumorra-Reihe sind allerdings nicht von mir, sondern von Timo Grubing. Timo ist Illustrator und hat sich zu meiner großen Freude bereit erklärt, die Orcumorra-Cover zu zeichnen. Die übrigen Cover habe ich selbst gebastelt. Für die Sonnenfunken-Reihe hab ich sogar zum ersten Mal eine Karte gezeichnet und auch den Innenteil des Prints ein bisschen verschönert. Dieses ganze Gestalten macht mir unheimlich viel Spaß. Ich kann Stunden damit verbringen, mich durch Stockfotos zu wühlen und mein Grafikprogramm zu nerven. Dabei entstehen dann auch mal Cover für Geschichten, die noch gar nicht geschrieben sind. Heißt also, ich muss mich mit dem Tippen ranhalten.


Das kann ich gut nachvollziehen! Ich kann nicht behaupten, ein Profi zu sein, aber ich habe mittlerweile auch meine Freude an der Fotogestaltung für diesen Buchblog gefunden und möchte es nicht mehr missen. Die Cover deiner Sonnenfunken-Romane konnten übrigens auch auf Anhieb meine Neugier für die Geschichte wecken, weil sie mir durch diesen altertümlichen Touch so gut gefallen haben. Wie gestaltete sich eigentlich das Worldbuilding von Rokhanos? Das ist ja  der fiktive Kontinent, auf dem die Erzählung angesiedelt ist.


Na, du musst deine Bilder gewiss nicht verstecken. Ich schau sie mir jedenfalls immer sehr gerne an.


Puh, wie war das mit dem Worldbuilding. „Es war – schwupps! – einfach da“ ist ein bisschen schwach als Antwort, oder? Hm, mal sehen ... Rokhanos findet erstmalig in meiner U-Files-Geschichte „Goldrote Tränen“ Erwähnung. Zu dem Zeitpunkt brauchte ich bloß ein Land, in dem Hauptcharakter Tighan wohnt, und das sollte nicht namenlos sein. Als dann aus der Kurzgeschichte mehr werden wollte, musste ich mir erstmal überlegen, wie die Leute nach den Ereignissen in „Goldrote Tränen“ nun leben (so viel sei verraten: Im Großteil des Landes ist es verdammt kalt und meistens ziemlich finster). Die dortigen Menschen bekamen  eine eigene Entstehungsgeschichte, die fest mit der Sonne und den Wesen Leben und Tod verbunden ist. Es gibt eine antike Sprache, die zu Tighans Zeit nur noch für bestimmte Begrifflichkeiten benutzt wird. Zudem ist das Land in zwölf Städte samt Umgegend unterteilt, die von jeweils einem König regiert werden. Wir finden verschiedene Berufe - die einen mehr, die anderen weniger gefährlich. Auch gibt es zwei Formen der Magie: Nachtzauberei, die mit Hilfe des sogenannten Nachtäthers durchgeführt wird und allerhand Möglichkeiten bietet, und Lichtzauberei, die nur zum Kämpfen taugt. Das waren soweit die Details, die ich beim Beginn des ersten Kapitels wusste. Den Rest von Rokhanos habe ich dann während der Entstehung des Buches selbst erst nach und nach kennengelernt.


Ach, wenn du so davon erzählst, bekomme ich es glatt mit dem Fernweh nach Rokhanos zu tun ... und das, obwohl ich die Kombination Kälte und Dunkelheit eigentlich nicht sonderlich mag. Aber all diese Besonderheiten, die man in deiner erschaffenen Welt findet, faszinieren mich absolut. Nun hast du ja bereits  angedeutet, dass die zersplitterte Sonne mehr als ein Himmelskörper ist. Sie ist Gwylain, eine Göttin, das Leben höchstselbst, und niemand weiß, weshalb es zu  ihrem Fall kam und Rokhanos in der Finsternis versank. In vielen Kulturkreisen unserer Erde wurde die Sonne bereits als Gottheit verehrt, so z. B. bei den Ägyptern als „Aton“, in der nordischen Mythologie ist sie dagegen als „Sol“ bekannt. Hat dir für Gwylain denn eine bestimmte Religion als Vorbild gedient?

Hi, hi, Religionsstunde auf Rokhanisch. Tatsächlich hatte ich kein Vorbild dafür, wen oder was die Rokhaner verehren. Da ich mir vorstelle, dass die frühen Völker von Rokhanos sehr naturverbunden waren und sämtliche Facetten der Natur verehrten, hatte ich die Idee, dass der erste Mensch diese Vorgehensweise von seinen Eltern übernommen hat. Besonders angetan war er von der Sonne. Sie kann Wärme und Trost spenden, allerdings kann ihre Hitze auch zum Verhängnis werden. Das hat unseren ersten Menschen seinerzeit ziemlich beeindruckt, sodass er seinen Fokus schon bald allein auf die Sonne legte.

 

Übrigens – ich hoffe, du bist mir nicht böse, wenn ich dich ein klein wenig korrigiere – sind Gwylain und die Sonne nicht ganz dasselbe. Gwylain ist ihre Tochter, sozusagen ein lebendiger Strahl, den die Sonne zum Weltenrund hinunterschickte, als die Menschen besonders dringend Hilfe brauchten. Jahre später schickte die Sonne einen zweiten Strahl; Andoleath, ihren Sohn. Die Namen „Leben“ (Gwylain) und „Tod“ (Andoleath) haben die Kinder der Sonne schließlich von den Menschen bekommen. Dies deshalb, weil Gwylain dafür Sorge trägt, dass die Kinder der Menschen eine Seele bekommen und Andoleath nach dem Tod des Körpers die Seele des Verstorbenen an den Himmel bringt und dort zu einem Stern macht.


Das ist überhaupt kein Problem, wenn du mich verbessern musst! Schließlich kennst du dich in dieser Welt am allerbesten aus. Es lässt sich auch nicht von der Hand weisen, dass du dir viele Gedanken zu den Hintergründen gemacht hast – das ist mir während des Lesens des ersten Bandes schon aufgefallen. Wie wichtig ist dir eine gewisse Tiefsinnigkeit, neben einer gelungenen poetischen Wortwahl, der Spannung und dem Humor, denn?


Es ist schön, wenn man mit einem Buch auch eine kleine Botschaft vermitteln kann. Trotzdem lege ich es nicht auf „Teufel, komm raus!“ darauf an, dass auf jeder Seite auch was zwischen den Zeilen steht. Ergibt sich eine solche Gelegenheit, nehme ich die natürlich gerne mit. Ich finde, dass auch solche Sachen der Geschichte einen Teil ihrer Lebendigkeit einhauchen. Im Sonnenfunken zum Beispiel sind Vertrauen und Freundschaft ein Thema. Und der kleine Wink, dass man nicht immer sofort alles glauben sollte, bloß weil jemand einen Aushang am schwarzen Brett gemacht hat und lauter schreit als alle anderen.


Vielleicht besteht die Kunst für einen Autor auch darin, die Leser zu begeistern, indem der Roman, und eben auch seine Botschaft, sehr facettenreich gestaltet ist. Ich persönlich finde z. B. die Tatsache im Sonnenfunken reichlich skurril, dass der Lebenszyklus der Menschen nun von Alchemisten aufrechterhalten wird, weil die Kinder der Sonne es nicht mehr übernehmen können. Da steckt für mich auch eine Warnung vor zu starker Einmischung des Menschen in die Natur darin, auch wenn es notgedrungen praktiziert wird.

 

Ja, das kann gut sein. Vieles fällt dem Autor beim Schreiben vielleicht auch gar nicht auf. Bestes Beispiel: Ich. Deinen Gedankengang mit der Einmischung durch den Menschen hatte ich so bislang noch gar nicht vor Augen. Da lernt man doch glatt noch was über die eigene Geschichte. Aber wenn man so drüber nachdenkt ... Im Sonnenfunken hat es ziemlich argen Pfusch an der Natur gegeben. Mit dem Ergebnis, dass man vor der Wahl stand, entweder auszusterben oder den Alchemisten die Sache in die Hand zu geben. Die Entscheidung fiel auf Letzteres, trotz dessen, dass das Ganze zu Beginn überhaupt nicht rund lief und selbst in späteren Jahren manchmal noch Nebenwirkungen auftreten. Mehr sag ich jetzt aber lieber nicht, sonst spoilere ich am Ende noch was.

Haha, wie schön, dass ich deinen Blick auf die Geschichte durch meine Gedankengänge dazu noch etwas erweitern konnte! Man merkt, es gibt in Rokhanos allerlei zu entdecken! Was mich persönlich noch total interessieren würde: Viele Namen muten im Sonnenfunken irisch an ... unser Ira O'Mally ist da ja ein prima Exempel. Darf man dir daher eine Vorliebe für die berühmte grüne Insel – vielleicht auch für die keltische Kultur – unterstellen?

 

Verdammt! Bin ich so leicht zu durchschauen? In der Tat ist Irland schon seit ich denken kann mein Herzland, und das, obwohl ich noch nie dort gewesen bin. Ich sag immer gerne scherzhaft, dass ich wohl eine alte irische Seele haben muss. Ich mag die Landschaft, die Leute, die Musik und ja, auch das Bier (Kann es sein, dass Ira gerade im Hintergrund applaudiert?). Deswegen stand die grüne Insel auch Pate für Rokhanos.


Ich kann zwar ebenso wenig aus Erfahrung sprechen wie du, aber ja, irgendwie herrscht im Sonnenfunken eine Atmosphäre, die zusammen mit den Namen und der Sprechweise der Helden angenehm an dieses Land erinnert. Ein weiterer Pluspunkt dieser Reihe, wie ich finde.

Liebe Tanja, wir nähern uns doch tatsächlich dem Ende dieses Interviews! Zum Abschluss möchte ich gerne noch von dir erfahren, wie du den Sonnenfunken im Vergleich zu deinem Debüt „Orcumorra“ siehst. Kommen Leser der einen High-Fantasy-Reihe auch auf den Geschmack der anderen? Wie unterscheiden sich deine Projekte voneinander, was haben sie gemeinsam?

 

Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat, stimmt‘s?


Fangen wir mit den Gemeinsamkeiten an: In Orcumorra wie im Sonnenfunken tummeln sich unter anderem Charaktere mit großer Klappe, kleiner Klappe, mit fürsorglichem oder eigenbrötlerischem Gemüt. In allen Büchern gibt es Magie (ich liebe Magier!) und Aufgaben, denen sich die Protagonisten stellen müssen – ob sie nun wollen oder nicht.


Die Reihen unterscheiden sich darin, dass es im Sonnenfunken nur eine Welt gibt, in Orcumorra dagegen gleich vier. Außerdem gibt es in letzterer Reihe sogar ein wenig Technik, die in der Welt von Tighan & Co. gänzlich fehlt. Die Orcumorra-Bände behandeln jeweils ein einzelnes Abenteuer, dessen Ereignisse die Herausforderung im nächsten Band zur Folge haben. Bei den drei Sonnenfunken-Bänden handelt es sich um eine durchgehende Geschichte. Wo es in Rokhanos eher düster und die Landschaft gewöhnlicher ist, sind die Gegenden in Orcumorra etwas ausgefallener. Wer schon immer mal durch eine Bücherwüste wandern wollte, der sollte vielleicht über einen Besuch dieser Welt nachdenken. Außerdem
laufen in Orcumorra mehrere Völker und fiese Dämonenarten herum, während es im Sonnenfunken lediglich Menschen und die Scáth gibt.


Ob einem Leser der einen Reihe auch die andere Reihe gefallen wird, ist echt schwer zu sagen. Ich denke, wer es etwas verrückter, gleichzeitig aber auch düster mag, der wird an beiden Welten seine Freude haben.


Wie auch immer man sich entscheidet: Beide Reihen haben definitiv ihren eigenen Reiz! Scheint so, als ob ich auch mal in „Orcumorra“ abtauchen sollte, das hört sich nämlich auch genial an. An dieser Stelle danke ich dir von Herzen, dass du meine Fragen so ausführlich beantwortet hast. Ich hoffe, dass sie auch für dich ein kleines Erlebnis waren. Und sollten wir uns irgendwann endlich einmal persönlich kennenlernen dürfen, dann weiß ich nun, dass es nicht in einer Autobahnraststätte sein sollte, haha.

 

Ich hab mindestens genauso sehr zu danken! Mir war es wirklich ein Vergnügen, dir Rede und Antwort zu stehen.


Hi, hi, eine Raststätte wäre echt keine gute Idee. Treffen wir uns lieber im
Schokoladenmuseum, eh?

 

Da bin ich sofort dabei!

 

Perfekt.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei der lieben Janina von Die Buchlilie

für ihre Zeit, für das tolle Interview und dafür, dass sie mir unser Gespräch zur Veröffentlichung auf meiner Homepage zur Verfügung gestellt hat!